Luftbefeuchter im Fakten-Test und Vergleich 2022

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Gesundes Raumklima dank feuchter Luft

In den meisten Fällen werden Luftbefeuchter eingesetzt, wenn die Raumluft als zu trocken empfunden wird. Dieses subjektive Empfinden hat jedoch oft andere Gründe als eine zu geringe Luftfeuchtigkeit. Wird die Raumluft in solchen Fällen zusätzlich befeuchtet, besteht die Gefahr, dass die Luft überfeuchtet und das Raumklima erheblich beeinträchtigt wird.

Die Folge kann das Wachstum von Schimmel, Bakterien und Milben an Außenwänden, Fensterrahmen, hinter Möbeln, in Teppichen und Matratzen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Probleme sein. Die Verwendung von abgestandenem Befeuchterwasser bei einigen Geräten kann direkt zu einer hohen Belastung der Luft mit Bakterien, Schimmel und Amöben führen. Es ist daher ratsam, Luftbefeuchter in Wohnräumen nur gezielt und mit der nötigen Sorgfalt einzusetzen.

Die wichtigsten Infos zu Luftbefeuchtern in Kürze

Gerade im Winter leiden viele unter trockener Luft in Wohnräumen. Gut, dass es Abhilfe in Form von Luftbefeuchtern gibt, die teilweise sogar recht stylisch sind und sich gut ins Raumbild einfügen. Die Preisspanne der Geräte ist enorm: Günstige Geräte gibt es ab 30 Euro, man kann aber auch mehr als 400 Euro für einen Luftbefeuchter ausgeben. Muss das wirklich sein?

Die Preisunterschiede lassen sich zum Teil mit den drei verschiedenen Befeuchtungstechnologien erklären, die in Luftbefeuchtern zum Einsatz kommen. Sie arbeiten entweder nach dem Verdunstungsprinzip, verdampfen Wasser oder vernebeln es mit Ultraschall. Wir stellen in unserem Artikel die Vor- und Nachteile der jeweiligen Technologie vor.

  1. Ein guter Raumluftbefeuchter besticht durch seinen geringen Stromverbrauch für die Wartung. Das beweisen Verdampfer- und Zerstäubermodelle. Nur ein Verdampfer, der das Wasser erwärmt, kann das 6-fache an Strom verbrauchen und ist daher selten eine Empfehlung in einem Luftbefeuchter-Test.
  2. Ultraschall-Luftbefeuchter mit ätherischen Ölen sind besonders für Allergiker geeignet, können aber auch mit dem richtigen Öl für einen entspannten Schlaf am Abend sorgen oder das Klima in Wohnräumen verbessern.
  3. Luftbefeuchter zum Heizen als Schale mit Wasser haben nur eine geringe Wirkung, wenn man die Luftfeuchtigkeit erhöhen und verbessern möchte. Elektronische Raumbefeuchter übernehmen nun diese Aufgabe und sorgen für ein gesundes Raumklima, in dem sich sowohl Babys als auch Allergiker wohlfühlen können, sofern ein entsprechender Luftfilter enthalten ist.
Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

Ratgeber - Was es über Luftbefeuchter zu wissen gibt.

Wozu dient ein Luftbefeuchter?

Trockene Luft will Feuchtigkeit aufnehmen und findet sie u. a. auf unserer Haut und in unseren Schleimhäuten, was zu Frolge hat das wir selbst „Austrocknen“. Das kann zu Reizungen führen und macht uns anfälliger für Infektionen. Um zu trockener Raumluft entgegenzuwirken hilft die zusätzliche Befeuchtung von Wohnräumen.

Wie viel Feuchtigkeit die Luft aufnehmen kann, hängt allerdings maßgeblich von der der Lufttemperatur ab. Bei 20 Grad Celsius kann die Luft in einem 20 Quadratmeter großen Raum maximal 830 Milliliter aufnehmen. Bei null Grad hingegen kann die Luft im gleichen Raum nur maximal 230 Milliliter aufnehmen, bei -10 Grad sogar nur 110 Milliliter.

Selbst wenn die Luft im Winter vollständig mit Wasser gesättigt ist, bringen man beim Lüften auch nur relativ trockene Luft ins Zimmer hinein. Da die Luft dann von der Heizung erwärmt wird, erhöht sich die maximale Aufnahmefähigkeit der Luft – das heißt, die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Wenn sich nun die kalte und vollständig mit Wasser gesättigte Luft auf etwa 20 Grad Zimmertemperatur erwärmt, hat die Raumluft trotzdem nur 27 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit – die Luft ist also sehr trocken. Im Prinzip kennt das auch jeder von uns, denn wir nennen das „trockene Heizungsluft“.

Dieser trockenen Luft kann mit mit einem Luft- oder Raumbefeuchter entgegenwirken. Doch es wird zunächst eine Weile dauern, bis die trockenen Gegenstände im Raum, wie zum Beispiel die Möbeln oder Böden aber auch Gegenstände wie Bücher den ersten Feuchtigkeitsschub aufnehmen. Erst wenn dies erfolgt ist, steigt die Luftfeuchtigkeit im Zimmer deutlich an. 

Wann braucht man einen Raumluftbefeuchter und wann nicht?

Ärzte empfehlen eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, damit die Schleimhäute des Atemtrakts nicht austrocknen. Gerade im Winter kann es jedoch vorkommen, dass die Luftfeuchtigkeit in Räumen deutlich unter den empfohlenen Werten liegt. Das liegt daran, dass in der kalten Außenluft absolut weniger Wasserdampf vorhanden ist. 

Ein Luftbefeuchter kann hier die notwendige Abhilfe schaffen. Er solches Gerät sorgt dafür, dass zusätzlich Wasserdampf in die Raumluft gelangt. Wasserdampf muss nicht unbedingt bedeuten, dass es sich um ein Verdunstergerät handeln muss, denn auch verdampftes Wasser ist Wasserdampf.

Ein Mensch gibt pro Tag zwischen 1 und 1,5 Liter Wasser über die Atemluft ab. Acht Personen könnten also in einer Stunde die Luftfeuchtigkeit in einem Raum vom 60m³ auf ein medizinisch gutes Niveau anheben. Allerdings müsste dann wahrscheinlich dringend wieder gelüftet werden. Wir können also festhalten, dass ein gewisses Maß an Luftfeuchtigkeit gut für das menschliche – und auch tierische – Wohlbefinden ist. Insofern kann eigentlich jeder einen Luftbefeuchter gut gebrauchen. 

Dauerbetrieb beim Ersteinsatz des Luftbefeuchters

Die große Einsatzzeit von Luftbefeuchtern ist der Winter, weil ja die kalte trockener als warme Luft ist. Unabhängig davon, welche Art von Luftbefeuchter man also kaufen und einsetzten möchte, sollte man ihn zu Beginn ein bis zwei Tage lang mit voller Leistung arbeiten lassen, um für eine grundsätzliche Luftfeuchtigkeit im Raumklima zu sorgen. Aber Achtung, über 60% sollte die Luftfeuchtigkeit nicht steigen, denn sonst droht Schimmel an den Wänden.

Wie hoch ist die optimale Luftfeuchtigkeit?

Wer bei den Herstellern von Luftbefeuchtern nachfragt, erhält durchaus zutreffende Aussagen darüber, welche Luftfeuchtigkeit für den menschlichen Organismus und seine Gesundheit die richtige ist. Schaut man aber genauer hin, erhält man differenziertere Angaben, die sich zum Teil sogar widersprechen.

Die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde gibt Ratschläge zur Luftfeuchtigkeit aus medizinischer Sicht. Sie hält 20 Grad Raumtemperatur und 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen für optimal. Damit wird der empfohlene Bereich zwischen 40 und 60 Prozent für die Lungenfunktion genau eingehalten.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e. V. hat sich auch zum Thema Luftfeuchtigkeit geäußert und führt aus, dass sich Lunge, Haut und die Schleimhäute bei 40-60 Prozent Luftfeuchtigkeit am wohlsten fühlen. Eindeutige Grenzwerte sind jedoch nicht bekannt.

Das Umweltbundesamt empfiehlt aus diesem Grunde eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 & 60 % in Wohnräumen. Die meisten Menschen empfinden diese Werte als angenehm. Das Umweltbundesamtes nennt dabei 30 Prozent Luftfeuchtigkeit als Untergrenze. Damit fühlt man sich aber nur wohl, solange der Staub nicht die Nasenschleimhäute reizt. Das kann bei 30 Prozent Luftfeuchtigkeit leider schnell passieren. Über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sind wiederum nicht für Wohnräume geeignet, denn dann kann sich Schimmel bilden.

Liegt die Luftfeuchtigkeit bei 30 Prozent oder weniger, ist das kein gesundheitliches Problem, kann aber als unangenehm empfunden werden – das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das Schlafzimmer sollte jedoch kühler und trockener sein als das Wohnzimmer.

Auch das Alter spielt eine Rolle für das Empfinden: Ältere Menschen reagieren empfindlicher auf trockene Luft als junge Menschen. Das merkt man meist an häufigem Nasenbluten. In solchen Fällen empfehlen Ärzte eine Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent. Nasenschleimhäute und Lunge erholen sich schnell von zu trockener Luft durch einen Saunabesuch oder gezieltes Inhalieren.

Luftbefeuchter in Funktion
Die Funktionsweise eines Luftbefeuchters am Beispiel des Stadler Oskar little dargestellt.

Welche Arten von Luftbefeuchtern gibt es?

Das Problem der trockenen Heizungsluft ist vielen Menschen schon seit langem bekannt. Früher wurden deswegen gern Schalen mit Wasser auf die Heizung gestellt, um die Luft im Raum ein wenig zu verbessern. Dies ist immer noch beliebt, da es immer noch Luftbefeuchter für Heizkörper zu kaufen gibt. Das funktioniert zwar nach wie vor, allerdings ist diese Art der Raumluftbefeuchtung bei weitem nicht so effektiv wie die Verwendung eines guten Raumluftbefeuchters.

Wenn die Luft im Raum zu trocken ist, trocknen die Schleimhäute aus. Das macht es nicht nur Viren und Bakterien leichter, die Trockenheit kann auch zu gereizten Augen führen. Allergiker leiden besonders unter zu trockener und teilweise mit Staubpartikeln belasteter Luft. Um also die Luftfeuchtigkeit auf ein angenehmes Maß zu erhöhen kann man sich verschiedenen Techniken bedienen, die wir im Folgenden vorstellen möchten.

Geräte mit Ultraschall

Die meisten Luftbefeuchter auf dem Markt verwenden Ultraschall, da dies eine stromsparende und sehr effektive Art der Luftbefeuchtung ist. Das Wasser wird in starke, hochfrequente Schwingungen versetzt, wodurch viele kleine Wassertröpfchen aus der Flüssigkeit herausgeschlagen werden und so ein sichtbarer, kalter Nebel entsteht.

Wer seine Raumluft schnell und kostengünstig mit Feuchtigkeit anreichern möchte, ist mit einem Ultraschallvernebler gut bedient. Es gibt zwei Nachteile: Kalk und Keime. Beides geben solche Geräte an die Luft ab. Der Kalk setzt sich in einigen Metern um den Befeuchter als weißer Staubfilm auf Möbeln, Geräten und dem Fußboden ab.

Die Keime können im Nebel transportiert werden, bis dieser verdunstet. Natürlich haben einige Luftbefeuchter eingebaute Kalkfilter und natürlich können man auch destilliertes Wasser verwenden, um das Kalkproblem zu beseitigen. Kürzere Wartungs- und Pflegeintervalle sind im Hinblick auf die Gefahr der Keimverschleppung nach wie vor gefragt. Einige Geräte kombinieren zudem Ultraschall- und Verdampfertechnik.

Da aber immer noch Nebel aus dem Gerät austritt, ist eine signifikante Reduzierung der Keime zumindest zweifelhaft. Auch die in einigen Modellen eingesetzten Kalkfilter können keine Wunder bewirken. Selbst mit einem solchen Filter führt stark kalkhaltiges Wasser auf Dauer zu Kalkablagerungen in der Nähe des Gerätes.

Kalk & Keimen entgegenwirken

Wenn man um sein besonders kalkhaltiges Wasser weiß oder wenn man besorgt über eine hohe Keimentwicklung ist, bietet es sich an sein Wasser mit einem geeigneten Trinkwasserfilter vor der Benutzung zu filtern. Dazu reicht auch schon ein kleiner Tischwasserfilter, so dass man sich nicht gleich eine ganze Hauswasserfilteranlage einbauen muss.

Modelle mit  Zerstäubern

Im Prinzip kann der bekannte Handsprüher, der üblicherweise zum Befeuchten von Pflanzen verwendet wird, auch zum Zerstäuben von Wasser eingesetzt werden. Eine Handpumpe drückt Wasser durch eine Düse und kleine Tropfen werden im Raum verteilt. Sie befeuchten aber nicht nur die Luft, sondern auch Möbel oder Papier.

Wenn von Geräten mit Zerstäubern gesprochen wird werden in der Regel auch die Ultraschallvernebler damit gemeint, denn sie machen im Prinzip genau das Gleiche bei ein Handzerstäuber, der die feinsten Wassertröpfchen in der Raumluft verteilt. Ab einer bestimmten Ausstoßmenge bildet sich direkt über dem Gerät ein deutlich sichtbarer, heller Nebel, der sich ständig auflöst. Möbel oder der Fußboden, die in der Nähe stehen, werden feucht, wenn eine größere Menge abgegeben wird.

Luftbefeuchtung durch Verdampfung

Die zweite Art von Luftbefeuchtern arbeitet mit Wärme, die das Wasser einfach verdampft. Dieser Dampf ist fast steril, aber die Erhitzung des Wasser bis zum kochen und der damit verbundenen Erzeugung des Wasserdampfes kostet viel Energie. Die Leistungsaufnahme von Modellen mit Verdunstungstechnik lag in verschiedenen Luftbefeuchter Tests zwischen gut 100 und deutlich über 300 Watt.

Das heißt, dass zehn Stunden Betrieb eines derartigen Gerätes schnell mal einen Euro kosten können. Manche benennen es als positiven Nebeneffekt, man dabei gleichzeitig auch die Wohnung heizt – dafür gibt es aber ökologisch sinnvollere und günstigere Methoden. Für Familien mit kleinen Kindern, aber auch für Erwachsene mit Atemwegsproblemen können Luftbefeuchter trotz hoher Betriebskosten die richtige Wahl sein.

Mit dem heißen Dampf lassen sich auch ätherische Öle gut in der Raumluft verteilen. Das sorgt für eine freie Nase, angenehmen Geruch und einen ruhigen Schlaf, vor allem nachts. Man braucht übrigens keine Bedenken haben, einen Verdampfer nachts im Schlafzimmer zu betreiben. Fast alle Geräte schalten sich automatisch ab, wenn das Wasser aufgebraucht ist. Viele haben sogar integrierte Timer oder Hygrometer, so dass auch ein automatischer Betrieb möglich ist.

Luftbefeuchter mit Verdunstung

Die wohl schonendste Variante der Luftbefeuchtung ist die Verdunstung, bei der das Wasser auf einer größeren Fläche verdunstet und die so angereicherte feuchte Luft über einen Ventilator in den Raum geblasen wird.

Das Kernelement eines solchen Systems ist ein filterähnlicher Einsatz, der oft perforiert ist und somit eine besonders große Verdunstungsfläche darstellt. Der Einsatz steht im Wasser, das durch den Kapillareffekt buchstäblich aufgesogen wird und an der Oberfläche ohne zusätzliche Energiezufuhr verdunstet.

Die feuchte – und durch die Verdunstung kühle – Luft wird dann mit einem Lüfterrad in den Raum geblasen. Die Lüfterräder der Geräte sind so groß, dass sie in niedrigen Betriebsstufen nahezu geräuschlos sind. Auch die Energiebilanz der Oberflächenverdunster ist sehr gut, da sie nur zwischen 6 und etwa 20 Watt Energie in der Stunde verbrauchen. Außerdem sind sie sehr pflegeleicht und wartungsarm.

Wer übrigens viel Wäsche in der Wohnung aufhängt hat vielleicht weniger Probleme mit zu geringer Luftfeuchtigkeit. Allein das regelmäßige Aufhängen von Wäsche für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung sorgen. Die Luft nimmt automatisch Feuchtigkeit auf, wenn sie auf natürliche Weise durch den Raum zirkuliert, weil sie trockener ist als die Wäsche. Das ist zum Beispiel bei der Wäsche für eine vierköpfige Familie leicht der Fall.

Hinzu kommt häufiges Kochen und Duschen oder Baden, denn auch diese Feuchtigkeit verteilt sich in der Wohnung und erfrischt die Atemwege. Mit entsprechenden Luftbefeuchtungsgeräten passiert eigentlich nichts anderes als beim Trocknen der Wäsche. Die Raumluft kommt mit einer befeuchteten Oberfläche in Berührung und nimmt von dort die Feuchtigkeit auf.

Um das Gerät möglichst kompakt bauen zu können, muss man auf kleinem Raum viel befeuchtete Fläche schaffen. Dafür gibt es zwei verschiedene Lösungen: Entweder man verteilt das Wasser in einer Art Schwamm, der aufgrund seiner Struktur eine große Oberfläche bietet, oder man verteilt das Wasser auf Rollen mit vielen dünnen Platten.

Ein eingebauter Ventilator erhöht auch bei Verdunstungsluftbefeuchtern gezielt die Luftzirkulation, wodurch sich der Wirkungsgrad weiter erhöht und der Grad der Luftbefeuchtung beeinflusst werden kann. Das Prinzip der Verdunstung hat nur einen großen Nachteil, da die Geräte oft sehr teuer sind, obwohl die Technik dafür recht einfach ist.

GeräteMerkmale
Verdunster
  • ungefährliche für Kinder oder Tiere
  • keine Schäden durch kalkhaltiges Wasser
  • geringste Wirkung im Vergleich zu anderen Raumluftbefeuchtern
Verdampfer
  • aufwendig in der Pflege
  • besonders für Asthmatiker geeignet
  • die Hitze tötet Bakterien und Keime ab
  • hoher Energieverbrauch
  • durch den heißen Dampf gefährlicher für Kinder oder Tiere
Zerstäuber
  • ungefährlich für Kinder und Tiere
  • lassen sich mit Aromaölen benutzen
  • Luftfeuchtigkeit lässt sich sehr genau einstellen
  • benötigt besser entkalktes Wasser

Ist ein Luftbefeuchter eine Bakterien- und Keimschleuder?

Wenn man sich mit dem Thema der Luftbefeuchter befasst hört man oft, dass es sich bei diesen Geräte um Bakterienschleudern handelt. Das ist aber Quatsch, wenn man auf normale Hygiene und Sauberkeit achtet,  die Befeuchter selbst lassen keine gefährlichen Inhaltsstoffe entstehen.

Laut Umweltbundesamt entwickeln sich Keime nur in stehendem Wasser, vor allem wenn das Wasser erhitzt und mit Staub verunreinigt ist. Solches Stagnationswasser entstünde auch in kleinen Nischen von Geräten, in denen sich Wasser sammelt und eine geschlossene Oberfläche bildet. Das Gleiche gilt auch für dünne, filmartige Feuchtigkeitsbereiche. Einzelne Tropfen sind dagegen ungefährlich.

Im Sommer können sich Keime erst nach etwa 14 Tagen bilden, im Winter dauert es noch länger. Wenn man aber seinen Luftbefeuchter benutzt, verbrauchen man das Wasser in einer deutlich kürzeren Zeit, und somit entstehen auch keine Keime. Diese können sich nämlich nur bilden, wenn ein gefüllter Luftbefeuchter wochenlang nicht benutzt wird. Vor dem Einschalten sollte er also gereinigt und mit frischem Wasser befüllt werden. Dabei sollten die für das jeweilige Gerät empfohlenen Reinigungszyklen eingehalten werden. Dies verhindert vor allem Verkalkung, aber auch Keime haben keine Chance.

Jegliche Filtertechnik oder Zusätze, die die Bildung von Keimen verhindern, werden aber überflüssig oder sogar gefährlich betrachtet, weil Feuchtigkeit in den Filtern verbleiben und die Keimbildung fördern kann. Die Zugabe von Wasser zur Verhinderung von Keimbildung in die Zusatzstoffe ist nicht notwendig. Die Hersteller empfehlen zwar Reinigungszusätze aber schreiben diese auch nicht vor. Möglicherweise entstehende Folgekosten können vermieden werden, wenn man auf die Einhaltung der üblichen Hygieneregeln achtet.

Luftbefeuchter-Ratgeber - Was ist beim Kauf zu beachten?

Worauf sollten man achten, wenn man einen Luftbefeuchter kaufen möchte?

Wo soll das Gerät aufgestellt werden?

Schlafzimmer, Wohnraum oder Büro sind mögliche Aufstellungsorte für einen Luftbefeuchter, die auch unterschiedliche Anforderungen haben. Ein Luftbefeuchter für das Schlafzimmer muss vor allem leise sein und darf kein helles Display haben.

Wenn man abends nur schwer einschlafen können, sollten man sich für einen Vernebler-Raumbefeuchter entscheiden. Ein Tropfen Lavendel- oder Melissenöl kann oft Wunder bewirken. Das gewünschte Luftbefeuchter-Aroma erhält man zum Beispiel in Apotheken und oft auch in Drogerien. Eine Abschaltautomatik über einen Timer ergänzt den Luftbefeuchter für das Schlafzimmer perfekt.

Ein Luftbefeuchter für das Büro oder das Wohnzimmer kann dagegen mehr leuchten. Dafür ist es ratsam, in einem Raumluftbefeuchter-Vergleich nach einem leisen Modell zu suchen. Spart man hier am falschen Ende, wird man sich wahrscheinlich über ein zu lautes Gerät ärgern, vor allem, wenn es in der Nähe des Arbeitsplatzes oder der Couch steht.

Ein Zerstäuber ist nur dann zu empfehlen, wenn er einen Sensor hat, der reagiert, wenn die Raumluft zu feucht ist und sich dann selbst ausschaltet oder herunterregelt. Ansonsten ist der Verdampfer die bessere Wahl, da die Raumluft bei diesen Geräten in der Regel nie zu feucht wird und somit langfristig keine Schäden an elektrischen Geräten zu befürchten sind.

Für Allergiker geeignet

Die Vernebler mit Ultraschall erweisen sich in so manchem Luftbefeuchter-Test als besonders angenehm für Allergiker. Besonders praktisch ist, dass diese die Luft kontinuierlich befeuchten und so ein angenehmes und wohltuendes Klima schaffen. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Luftbefeuchter, der einen Filter hat, der den Staub aus der Luft zieht. Man kann natürlich auch mal einen Blick auf einen Luftwäscher werfen.

Volumen Wassertank

In der Tabelle unseres Luftbefeuchter-Vergleichs kann man sehr gut sehen, wie viel Volumen der Wassertank die einzelnen Modelle haben. Das Tankvolumen variiert meist zwischen 2 – 6 Litern. Ob man sich für einen großen oder einen kleinen Raumluftbefeuchter entscheidet, hängt von der Art der Nutzung ab.

Für die Nächte im Schlafzimmer ist der kleine Befeuchter meist ausreichend. Verbringt man dagegen den ganzen Tag im Büro, sollte es ein großer Luftbefeuchter sein, der idealerweise vor der eigentlichen Arbeitszeit für gute Luft sorgt.

Hier muss eine Abwägung zwischen häufigem Nachfüllen des Behälters und der eventuell entstehenden Keimbelastung getroffen werden. Größer ist also nicht unbedingt besser. Ein Behälter mit einem Fassungsvermögen von etwa 3 Litern ist ein guter Kompromiss. Bei einer Befeuchtungsleistung von 100 g / h reicht das für etwa 30 Stunden; vernebelt das Gerät 300 g / h, läuft es immer noch 10 Stunden.

Lautstärke und Geräuschentwicklung

Das leise Summen eines Ventilators oder das unterschwellige Brummen eines Ultraschallzerstäubers kann nachts im Schlafzimmer zu einem echten Problem werden. Genauso aber bei der Konzentration auf die Arbeit wenn man ein Gerät im Büro verwenden möchte. Hier sollte man im Zweifelsfall ein Gerät benutzen, das über einen speziellen Nachtmodus verfügt.

Stromverbrauch

Ultraschallgeräte und Modelle mit Verdunstung verbrauchen sehr wenig Strom. Verdampfer hingegen brauchen sehr lange in der Steckdose. Bei aktuellen Strompreisen von ca. 30 Cent / kWh und einem Verbrauch von 350 Watt summiert sich das auf ca. 1 Euro Stromkosten für 10 Stunden Dampfen.

Raumgröße

Wenn man die Luft ausreichend befeuchten möchte, sollte man sich strikt an die Empfehlungen der Marken oder Hersteller zur Raumgröße halten. Die meisten Luftbefeuchter sind für Räume mit einer Raumgröße zwischen 20 und 40 Quadratmetern ausgelegt.

Doch die Quadratmeter alleine sind nur ein Teil der Wahrheit. Bei der Angabe von Quadratmetern sollten man davon ausgehen, dass der Hersteller wahrscheinlich von einer durchschnittlichen Deckenhöhe von 2,40 Metern ausgeht. Wenn die eigenen Räume höher sind, benötigt man wahrscheinlich ein Gerät mit einer etwas größeren Quadratmeterzahl, als der Raum tatsächlich hat. 

Wenn man also sehr hohe Decken im Haus hat oder wenn man in einer Altbauwohnung lebt, sollten man ganz besonders auf die Kubikmeter achten, wenn man einen Luftbefeuchter kaufen möchte. Diese unterscheiden sich bei den Herstellern erheblich voneinander. Während einige Raumluftbefeuchter nur für Räume bis zu 90 m³ ausgelegt sind, können andere Modelle mehr als 200 m³ bewältigen.

Befeuchtungsleistung

Je nach Raumgröße und aktuellem Feuchtigkeitsdefizit sollte man einen Gerät wählen, das auch genügend Wasser in die Luft bringen kann. Die Art und Weise, wie die Hersteller die Befeuchtungsleistung angeben, ist nicht genormt: Manche geben empfohlene Raumgrößen in m² an, manche auch die Wassermenge in g / h.

Wenn der Hersteller die Verdunstungsrate in g / h angibt, können Sie davon ausgehen, dass 100 g / h für einen kleinen Raum ausreichend sind und 300 – 400 g / h einem großen Raum zu einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit verhelfen können.

Sicherheit

Die Hersteller von Verdampfern werben gerne damit, dass sich ätherische Öle leicht benutzen lassen und preisen die Geräte für Kinderzimmer an. Hier besteht jedoch eine erhöhte Verbrennungsgefahr, da der austretende Wasserdampf über 100 ° C beträgt. Deswegen sollten man ein Verdampfergerät im Kinderzimmer nur betreiben, wenn man sich absolut sicher ist, dass die lieben Kleinen das Gerät nicht erreichen können.

Was kostet ein guter Luftbefeuchter?

Grundsätzlich erhält man gute Geräte in einer Preisspanne von ca. 50 bis 150 Euro. Unsere Empfehlung, den Philips HU4811/10* bekommt man für rund 85 Euro. Allerdings hat er eine moderate Verdunstungsleistung, sodass man in größeren Räumen ein anderes Modell oder zwei Geräte einsetzen sollten. Die Energiekosten halten sich – mit Ausnahme der Verdampfergeräte – in Grenzen.

Wenn man einen guten und dennoch günstigen Luftbefeuchter kaufen will, empfehlen wir die Eigenschaften der Luftbefeuchter in den einzelnen Kategorien zu vergleichen. Einen Anhalt bildet dabei unsere Tabelle zu beginn der Seite, die bereits einen guten Überblick ermöglicht.

Die besten Luftbefeuchter bei Amazon

Bestseller bei den Luftbefeuchtern

Die hier dargestellte Auswahl an Luftbefeuchtern zeigt lediglich den aktuellen Stand der Modelle wieder, die im Moment gern und häufig bei Amazon gekauft werden. Das bedeutet, dass die Liste keine Aussage über die Qualität der Produkte tätigt.

Allerdings darf man durchaus zugestehen, dass sich in der Regel auch hauptsächlich gute Modelle in den Bestseller-Listen wiederfinden. Man kann sich einfach merken, dass schlechte Geräte nicht gern gekauft werden und somit nur selten in den Listen auftauchen.

Als Besonderheit ist hier noch zu erwähnen, dass bei dieser Geräte-Art auch oftmals Modelle mit mehreren Funktionen enthalten sind, so dass auch sogenannte Luftwäscher in den Ergebnissen auftauchen.

Keine Produkte gefunden.

FAQ - Häufige Fragen zu Luftbefeuchtern

Sollte man destilliertes Wasser in einem Luftbefeuchter benutzen?

Die Verwendung von destilliertem Wasser einige Vorteile. Zum einen muss man das Gerät nicht entkalken, zum anderen verringert sich dadurch auch das Risiko einer erhöhten Keimbelastung. Zur Sicherheit sollte man aber in der Anleitung des Gerätes nachlesen, ob es Gründe gegen die Nutzung von destilliertem Wasser gibt..

Wie reinigt man einen Luftbefeuchter?

Luftbefeuchter müssen regelmäßig gereinigt werden. Nur so können man sicher gehen, dass sich keine Keime in der Raumluft ausbreiten. Nur wenn der Raumluftbefeuchter regelmäßig gereinigt wird, kann die Bildung von Keimen verhindert und weiterhin eine saubere Luft ermöglicht werden. Je nach Modell ist das Entfernen des Kalkes besonders wichtig.

Die einfachste Art, einen Raumluftbefeuchter von Kalk zu befreien, ist die Verwendung von Kalkreinigungstabletten. Diese lässt man einweichen bzw. auflösen, der Kalk löst sich von selbst aus dem Gerät, so dass anschließend meist ein Abspülen oder Abwischen ausreicht.

Bei der Reinigung des Luftbefeuchters ist darauf zu achten, dass das Wasser im Gerät regelmäßig komplett gewechselt wird. Wenn nur neues Wasser auf das alte gegossen wird, können sich trotzdem Keime oder Kalkablagerungen bilden.

Bei einem Verdampfer sollte man darauf achten, dass der Filter austauschbar ist und man sollte sich bereits vor dem Kauf informieren, wo man neue Filter kaufen kann. Dies ist nicht nur für Allergiker wichtig, sondern garantiert auch die einwandfreie Funktion des Gerätes.

Wo sollte man einen Luftbefeuchter aufstellen?

Generell ist es von Vorteil, wenn der Luftbefeuchter frei steht und die feuchte Luft nicht direkt auf Wände oder Möbel trifft. Besonders bei Modellen, die mit Ultraschall arbeiten, sollten man darauf achten, dass sich um das Gerät kein Niederschlag bildet, der Möbel oder das Parkett beschädigen könnte.

Welches ist das beste System für Raumluftbefeuchter?

Ultraschallgeräte sind sehr effizient. Sie verbrauchen wenig Strom, erzeugen eine vergleichsweise große Menge Wasser in der Luft und sind obendrein preiswert in der Anschaffung. Allerdings kann es Probleme mit Kalkablagerungen und einer erhöhten Bakterienbelastung geben.

Verdampfer verbrauchen viel Strom und sind durch den heißen Dampf gefährlicher als Modelle anderer Typen. Verdampfer benötigen wenig Strom, haben kaum Probleme mit Schimmel und Keimen, liegen aber in der Befeuchtungsleistung hinter Verdampfern und Ultraschallgeräten zurück. Das beste System entscheidet sich also anhand der eigenen Bedürfnisse.

Benötigt man einen Gerät mit Hygrometer oder Hygrostat?

Während ein Hygrometer lediglich ein einfaches Messgerät für die relative Luftfeuchtigkeit in einem Raum ist, geht ein Hygrostat einen Schritt weiter. Er arbeitet nicht nur als Feuchtesensor, sondern fungiert gleichzeitig auch als Schalter. Aus diesem Grund ist der Hygrostat vor allem an Luftentfeuchtungsgeräten zu finden. So treten die mit einem Hygrostat ausgestatteten Geräte erst dann in Aktion, wenn die relative Luftfeuchtigkeit im Raum einen bestimmten Grenzwert überschritten hat.

Das Hygrometer ist ein grundlegendes Instrument zur Bestimmung der relativen Luftfeuchtigkeit. Ein Hygrometer ist daher unverzichtbar auf dem Weg zur optimalen Luftfeuchtigkeit in jedem Raum der Wohnung oder des Hauses. Schließlich muss man die vorherrschende Luftfeuchtigkeit immer im Blick haben, um auf eine zu hohe Raumfeuchte reagieren zu können.

Je größer der Raum, desto weniger wichtig ist ein Hygrostat, da hier die Luftfeuchtigkeit langsamer ansteigt. Umgekehrt kann ein Hygrostat in kleinen Räumen eine Übersättigung verhindern.