Die Gartenarbeit im Gartenmonat Februar

Der Februar ist eigentlich ein klassischer Wintermonat. Dennoch kann es vorkommen, dass der Februar milder ausfällt als erwartet. Dann kann man bereits im Februar mit der Arbeit im Garten beginnen. Außerdem merkt man, dass der Frühling unmittelbar vor der Türe steht, so dass das Lockern der Beete eine klassische Gartenarbeit für den Februar ist. Das hängt natürlich immer vom jeweiligen Wetter ab und wie stark der Bodenfrost noch ist.

Gartenarbeiten aus dem Februar im Überblick

  1. Die ersten Blumen und sogar Gemüsesorten kann man bereits Ende Februar aussäen. Auberginen, Paprika, Chili, aber auch Tomaten brauchen eine gewisse Zeit, bis sie geerntet werden können. Dauert es bei Tomaten etwa drei oder vier Monate – je nach Aussaatdatum können die ersten frühen Cocktailtomaten an milden Standorten im Juni, die größeren ab Anfang Juli geerntet werden – dann können Paprika, Chili und Auberginen problemlos sechs Monate bis zur ersten Ernte verwendet werden.
  2. Das baldig bevorstehende Umtopfen kann vorbereitet werden, so wird es nicht mehr lange dauern, bis das Umtopfen von Zimmerpflanzen auf dem Programm steht. Zu diesem Zweck sollte man die alten Töpfe, die man wieder verwenden möchte, gut säubern. Die beste Art, sie gereinigt zu bekommen, ist, dem Wasser einen Schuss Essig hinzuzufügen.
  3. Wenn zur Weihnachtszeit die Narzissen geblüht haben, brauchen die Pflanzen jetzt Ruhe. Dazu stellt man Töpfe mit den verblühten Pflanzen in einen hellen, aber kühlen Raum. Dafür können die im Herbst schon vorbereiteten Blumenzwiebeln, jetzt in die Sonne gestellt werden. Die ersten Sonnenstrahlen geben den Pflanzen zusätzliche Kraft.
  4. Draußen gibt es aber auch schon einiges zu erledigen. Wichtig ist regelmäßig die Frostschutzabdeckungen zu kontrollieren. Das gilt besonders nach stürmischen Tagen. Die Böden der Gemüsebeete sollten, wenn es der Frost zulässt auch bereits aufgelockert und mit Kompost gedüngt werden. Wenn die Erde bereits Frostfrei ist, können auch schon zeitig treibende Obstsorten, wie zum Beispiel Johannisbeeren gepflanzt werden.

Februar - der perfekte Monat um Bäume zu beschneiden

Der Februar ist der Monat des Gehölzschnitts. Bäume und Sträucher befinden sich noch in einer Ruhephase. Da keine Blätter an den Ästen hängen lässt sich leicht beurteilen, ob ein Rückschnitt benötigt wird. Wenn die Hecke zu dicht bepflanzt ist, kann man nun einzelne Pflanzen ausgraben und an anderer Stelle einpflanzen.

Eine richtige Schnittführung ist sehr wichtig, um Wunden und eventuell entstehende Faulstellen zu vermeiden. Auch trockene Stengel an den Ziersträuchern im Garten können jetzt abgeschnitten werden. Es sollte allerdings frostfrei sein, um mit dem Schneiden der Bäume und Sträucher zu beginnen.

Zum Schutz von Vögeln und dürfen Bäume, Hecken und Sträucher nur bis Ende Februar verschnitten oder gefällt werden. Eine gute Hilfe sind bereits schwellende Knospen. Dann sollte der Rückschnitt beendet werden.

Das dabei entstehende Holz sollte man aber nicht einfach wegwerfen, sondern in den Garten integrieren. So kann es zum Beispiel zum Bau eines Sichtschutzes oder zur optischen Gartenverschönerung verwendet werden. Alternativ lässt sich das Holz auch als Träger für Pflanzen verwenden. 

Natürlich ist die Wahl des richtigen Werkzeuges ebenfalls essentiell. Von Astschere über Teleskopschere bis hin zur Säge. Die Auswahl ist buchstäblich grenzenlos. Am Ende entscheidet die Größe des Baumes und der Geldbeutel.

Obstsorte
Bester Schnittzeitraum
Apfel
Februar, März und August
Birne
Februar, März und August
Pflaume
Februar und März
Zwetschge
Februar, März und Juli
Kirsche
Juli und August
Pfirsich
März, Juli und August
Beerenobst
Februar, März, Juli und August
Himbeere
Juli und August
Brombeere
März und April
Wein
Februar, März, Juli und August

Rosen schneiden im Februar?

Wenn der Februar recht mild ausfällt, kann man auch schon mit den Gartenarbeiten beginnen, die sonst erst im März möglich wären. Wenn es die Temperatur also möglich macht, kann man den Winterschutz von den Rosen lösen und sie schön stutzen. Nach dem Verschneiden sollte man die Rosen wieder abdecken, denn es können immer wieder ein paar kalte Tage mit Frost kommen und da sollten die Rosen geschützt sein.

Pflanzen, die im Steingarten überwintern, haben in der Regel kein Problem mit der Kälte. Hier besteht mehr Gefahr durch sich aufstauende Nässe. Hier sollten keine Pflanzenteile mit dem Boden in Berührung kommen. Deshalb ist es am besten, wenn man ein wenig Kies hinzufügt und verfaulte Teile entfernt.

Die Aussat auf der Fensterbank kann beginnen

Für alle, die es nicht erwarten können, kann die Zeit der Aussaat beginnen. Auf der warmen Fensterbank oder im Gewächshaus können wärmeliebende Blumen und Nutzpflanzen vorgezogen werden. Gurken, Paprika, Zucchini oder auch Astern und Löwenmäulchen benötigen mehr Zeit zum Wachsen und benötigen daher einen frühen Start in die Wachstumsphase. Der Standort sollte nicht zu warm aber sehr sonnig sein.

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Übrigens können Eierkartons als Pflanzgefäße umfunktioniert werden. Sobald die Sämlinge groß genug sind trennt man die einzelnen Pappen ab und setzt sie in größere Pflanzgefäße. Die Pappe löst sich mit der Zeit auf und kann von Pflanzen leicht durchwurzelt werden.

Wenn sich Schädlinge auf der Fensterbank oder im Wintergarten ausbreiten, dann kann man den Setzlingen einen Saunatag gönnen. Dazu platziert man die Pflanzen in der Wanne oder Dusche und spült sie ab. Im Anschluss deckt man sie für einen Tag mit einer Haube ab. Die hohe Luftfeuchtigkeit sollte die Schädlinge abtöten.

Nach dem Pikieren werden nur die kräftigsten und gesündesten Sämlinge weiterverwendet. Ins Freiland können diese jedoch erst, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.

Welche Gartenarbeit fällt im Februar an?

Der zu den Lauchpflanzen gehörende und gute 30-90 cm groß werdende Knoblauch kann jetzt im Februar schon draußen gepflanzt werden. Dazu steckt man ihn im Abstand von etwa 20 Zentimeter in den Boden. Knoblauch ist winterhart, so dass ihm etwaige Kälte nichts weiter ausmacht. Ist es bereits Frostfrei lässt sich sogar schon Spinat pflanzen, den man dann aber Sicherheitshalber zum Beispiel mit Gartenflies abdeckt. Wichtig ist, dass im Bereich in dem Spinat gepflanzt ist nicht zu viel gedüngt wird, da eine zu hohe Nitratbelastung die Pflanzen schädigt.

Frühbeet oder Gewächshaus

Selbst bei niedrigen Temperaturen kann der Hobbygärtner draußen aktiv werden. Das Frühbeet oder beheizte Gewächshaus eignet sich für die Aussaat von Kohlrabi, Kopfsalaten und Wurzelgemüse wir Radieschen und Rettich besonders gut. Durch die Glasabdeckung entsteht eine natürliche Wärme, wobei die Temperatur nicht über 15°C steigen sollte.

Weitere bereits jetzt im Gewächshaus anpflanzbare Gemüse sind: Broccoli, Endivie, Feld und Gartenerbsen, Rotkohl, Bleichsellerie, Wirsing, Rosenkohl, Römersalat, Tomaten, Eisbergsalat, Blumenkohl, Ackerbohnen, Rote Bete, Zwiebeln, Radicchio, Sellerie und Weißkohl.

Eine Lage frischer Pferdemist oder frischer Kompost dient als natürliche Fußbodenheizung. Alternativ kann auch eine Lage Vlies ausgelegt werden. Auf eine gute Belüftung ist zu achten, da sich gerade unter Glas schnell Feuchtigkeit bildet und die kleinen Sämlinge faulen könnten.

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Im Februar den Komposthaufen durchsieben

Der Kompost ist die älteste und einfachste Form von Recycling auf der Welt. Bio- und Gartenabfälle können direkt im heimischen Garten weiterverarbeitet werden. Dabei ist die Wahl des Kompostbehälters jedem selbst überlassen.

Ob man dazu einen fertigen Bausatz aus Holz oder Metall, ein Thermokomposter oder einen einfachen Haufen in einer Ecke des Gartens nutzt ist egal. Der Phantasie und Vielfältigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Das Ergebnis bleibt gleich: Frische Erde und bester natürlicher Dünger für die Pflanzen im Garten.

Aber Achtung: Auf den Kompost darf nicht alles seinen Weg finden. Gekochte Lebensmittel sollten weiterhin in den Hausmüll. Diese verrotten nicht und locken Waschbären und Füchse an. Gut geeignet sind Kaffeesatz, Gemüseabfälle, zerkleinerter Baumschnitt und Blätter. Je abwechslungsreicher die Mischung, desto nährstoffreicher ist der Humus.

Abhängig von der Jahreszeit dauert es sechs bis zwölf Monate, bis die Humuserde entsteht und verwendet werden kann. Bis auf Eierschalen und grobe Holzstückchen dürfen keine groben Bestandteile mehr zu sehen sein. Deswegen ist im Februar ein sehr guter Zeitpunkt, den Kompost bereits grob zu sieben. Dazu verwendet man ein großen Durchwurf-Sieb mit einer Maschenbreite von mindestens 15mm. Die groben Bestandteile werden einfach in den neuen Kompostaufsatz wieder untergemischt.

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Lager und Lagerräume überprüfen und für die neue Gartensaison vorbereiten

Eingelagertes Wintergemüse sollte zügig verbraucht werden. Die Lager- oder Kellerräume benötigen bei mildem Wetter eine regelmäßige Lüftung, damit Feuchtigkeit keinen Schimmel verursachen kann.

In milden Regionen können Kartoffeln bereits für die Aussaat vorgekeimt werden. Im Februar haben allerdings die meisten Kartoffeln schon Ausläufer gebildet. Wenn diese allerdings nicht länger als Fingerbreit sind und die Knolle eine ausreichende Festigkeit aufweist, kann man sie noch essen.

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